Warum?

Eine der wichtigsten Aufgaben der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie ist satzungsgemäß die Förderung von wissenschaftlichen Konzepten der Aus-, Weiter- und Fortbildung.

 

Zu diesem Zwecke sind theoretische und praktische Wissensinhalte auf höchstem, aktuellen Niveau, evidenzbasiert, praxisrelevant und verständlich zu erarbeiten und verfügbar zu machen. Dies kann für das Fachgebiet Rheumatologie nur die Fachgesellschaft leisten. Sie wirkt als Schwerpunktgesellschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin zusammen und entwickelt den strukturierten, umfassenden Themenkatalog mit.

 

Fortbildung soll die einmal erworbenen Kompetenzen erhalten und erweitern sowie die Kenntnisse aktualisieren. Bis Ende 2003 war die ärztliche Fortbildung eine in der Berufsordnung verankerte Pflicht. Seit dem 1.1.2004 besteht durch das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) eine Nachweispflicht der ärztlichen Fortbildung. Vertragsärzte müssen innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren mindestens 250 CME-Punkte (Continuing Medical Education Points) sammeln. Andernfalls drohen Honorareinbußen und ggf. der Entzug der Zulassung als Kassenarzt. In modifizierter Form gilt gemäß §137 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) die Fortbildungspflicht auch für Ärzte im Krankenhaus. Es ist geplant, bei Nichtbeachtung das Krankenhaus durch Entgeltkürzungen zu bestrafen.

 

Die DGRh und der BDRh wollen mit der Rheumatologischen Fortbildungsakademie die Fort- und Weiterbildung - wie vom Gesetzgeber vorgegeben - in hoher Qualität gewährleisten. Die "Rheumaakademie" trägt darüber hinaus auch dem gewachsenen Fortbildungsinteresse Rechnung.

 

Mit der "Rheumaakademie" soll keinesfalls eine Konkurrenz zu bisherigen, bewährten Fortbildungen aufgebaut werden. Vielmehr ist es das wesentliche Motiv dieser Gründung, in dem durch die Verpflichtung zur Fortbildung wachsenden "Markt" den bewährten Fortbildungen in diesem Fachgebiet Stimme, Außenwirkung und Unterstützung zu geben und - soweit notwendig und sinnvoll - sie zu ergänzen.

 

Dies soll erreicht werden durch:

  • Sicherstellung der kontinuierlichen medizinischen Fortbildung, effektiv und auf hohem Niveau
  • Entwicklung und Vermittlung von Standards in der Rheumatologie sowohl inhaltlich als auch methodisch
  • Praktisch und theoretisch ausgelegte rheumatologische Wissensvermittlung für die verschiedensten Fachärzte
  • Verständlich dargestellte Vermittlung von praxisrelevantem Wissen
  • Förderung enger Zusammenarbeit zwischen Universität und Praxis
  • Gewährleistung der Anerkennung durch die örtliche Ärztekammer bei Veranstaltungen
  • Veranstaltungsorganisation und -service
  • Evaluierung des Lehr- und Lernerfolges
  • Nachweis der Fortbildungsteilnahmen

 

Zielgruppen sind demzufolge:

  • Rheumatologinnen und Rheumatologen. Sie wollen ihre Kenntnisse entsprechend den Entwicklungen im Fachgebiet an Kolleginnen und Kollegen weitervermitteln.
  • Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Fachgebieten. Sie wollen sich rheumatologisch fort- und weiterbilden und so ihre Kompetenz erweitern und erhalten sowie den Nachweis darüber führen.
  • Die Ärztekammern: Sie wollen diese Wissensvermittlung als Fortbildung anerkennen und zertifizieren.
  • Organisatoren und Initiatoren von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen: Sie wollen fachlich anerkannte und zertifizierte Veranstaltungen durchführen und dabei wirksam werben sowie professionelle Unterstützung erfahren.

 

Für alle diese möchte die Rheumaakademie der von allen Seiten anerkannte fach- und servicekompetente Partner für rheumatologische Fortbildung in Deutschland werden und sein.